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Tolle Empfangsfeier für Daniel und Martin Hubmann
Eine Familie – sieben WM-Medaillen im Orientierungs-Lauf
Rita Schmidlin
Die OL-Läufer Daniel und Martin Hubmann wurden beim Schulhaus in Wallenwil von der Bevölkerung mit einem herzlichen Empfang gefeiert. Weltmeister Langdistanz Daniel Hubmann und sein Bruder Martin, erfolgreich bei der Junioren-WM, strahlten mit der Sonne um die Wette und genossen den Applaus und die Lobreden.
„Eschlikon hat erneut einen Weltmeister“ – so hiess es in der Einladung zum Empfang von OL-Weltmeister Daniel Hubmann von gestern Sonntag in Wallenwil. Daniel Hubmann hat an der WM in Miskolc Ungarn über die Langdistanz Gold, über die Mitteldistanz Silber und im Sprint Bronze gewonnen. Ausserdem hat er noch Gold in der Staffel „geerbt“.
Sein Bruder Martin wurde bei gleicher Gelegenheit geehrt, er hat an der Junioren-WM in Italien eine Silber- und zwei Bronzemedaillen gewonnen. Wie Gemeindeammann Robert Meyer meinte, sei es wohl selten, eine Familie mit sieben WM-Medaillen feiern zu können.
Verdienter Applaus Unter grossem Applaus der Bevölkerung schritten Daniel und Martin Hubmann zum Schulhaus Riemli, wo auf der Treppe die Ehrungen durchgeführt wurden. Martin Hubmann ging an Stöcken, er hatte am vergangenen Samstag Pech, ein Ast hat sich durch den Schuh in seinen Fuss gebohrt. Gute Besserung auch an dieser Stelle. Gemeinderat Philipp Schwager begrüsste zur Feier und führte durch das Programm, als erstes gab er Gemeindeammann Robert Meyer das Wort. Dieser erinnerte sich daran, dass er vor einem Jahr bei der Ehrung zu Daniel Hubmann gesagt hat, dass er gerne weitere Empfänge organisieren würde für ihn. Er habe aber nicht damit gerechnet, bereits ein Jahr später wieder einen Weltmeister mit noch grösserem Erfolg feiern zu können.
Unter den vielen Gästen begrüsste Robert Meyer namentlich Peter Bär, Leiter Sportamt Thurgau, Daniel Stadler, Präsident KTV Wil, Hans Baumann, Lauftrainer von Daniel Hubmann und Ernst Baumann, Präsident Verein OL Regio Wil. Der Gemeindeammann hatte Gelegenheit, einen Teil der WM in Ungarn vor Ort zu verfolgen und er zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem einzigartigen Geist in der OL-Familie, ganz speziell auch was im Staffel-Rennen passiert war. Wo wird schon auf den eigenen Erfolg verzichtet, um einem verletzten Kameraden zu helfen? Weiter hat ihn der Umgang mit der Natur beeindruckt, dies von den Läufern wie vom Publikum. Im Zielgelände hätte er eine einzige PET-Flasche liegen sehen und er hätte sich gewünscht dabei, dass alle Eschliker entweder OL-Läufer oder OL-Fans wären!
Achte Medaille Peter Bär gratulierte den Läufern zu ihren beeindruckenden Erfolgen und genoss es sichtlich, dass er eine zusätzliche Medaille vom Sportamt übergeben konnte an den Champion Daniel in seiner Sportart wie auch ausserhalb. Daniel Stadler überbrachte ein Geschenk und er bezeichnete Daniel Hubmann als Botschafter für den OL und den Laufsport. Der Lauftrainer von Weltmeister Hubmann, Hans Baumann, richtete an die Sportler und die Bevölkerung einige Worte aus Sicht des Trainers. Seit knapp acht Jahren trainiere Daniel in der Laufgruppe und er sei ein Vorbild für alle anderen.
Um Weltmeister Langdistanz zu werden, müsse ein Läufer in drei Bereichen gut sein, nämlich mental, läuferisch und kartentechnisch. Daniel Hubmann sei ein Top-Athlet in jeder Beziehung, das beeindrucke auch ihn als Trainer, schloss Baumann. Ernst Baumann benutzte die Gelegenheit der Gratulation auch als Dank an die Sponsoren, die er auf amüsante Art in seine Ausführungen einschloss. Zum Abschluss der Feier richtete Daniel Hubmann einige sympathische Dankesworte an das Publikum, er dachte dabei ebenfalls an die Sponsoren, seine Familie, seine Freundin und sein ganzes Umfeld, ohne all das, so Hubmann, wären seine Erfolge nicht möglich geworden.
Neuer Wagen Wie Jean-Pierre Frei von der Neuhof-Garage in Münchwilen erzählte, hatte sich Daniel Hubmann einst bei ihm nach einem günstigen Wagen umgesehen. Er hätte dank der Unterstützung des Importeurs die Möglichkeit gefunden, dem jungen Sportler ein Auto zu sponsern, als dieser noch nicht Weltmeister gewesen sei. Rechtzeitig zur Empfangsfeier sei nun ein neuer grösserer Wagen, wo auch das Velo gut Platz habe, zur Übergabe bereit geworden!
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