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Eschlikon: 18.06.2017
Eine mit Spannung erwartete Wahl...
Eine mit Spannung erwartete Wahl...

...um das Präsidentenamt von Evangelisch Münchwilen-Eschlikon...
...um das Präsidentenamt von Evangelisch Münchwilen-Eschlikon...

Evangelisch Münchwilen-Eschlikon hat neuen Präsidenten
Heini Krauer übernimmt das unruhig liegende Kirchenschiff
Christoph Heer
Der Souverän hat entschieden. Er hatte die Qual der Wahl zwischen Heini Krauer und Susanna Koller Brunner als neue/n Präsident/in der Evangelischen Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon. Der Münchwiler gewann die Wahl, während sich die Eschlikerin absolut fair und respektvoll zeigte. Ob das Kirchenschiff nun seinen Anker endlich in einem ruhigen Gewässer werfen kann, wird sich zeigen.

«Ich will ein Präsident für Alle sein. Natürlich habe ich meine Ideen und Visionen, die ich einbringen werde, aber wir werden nur als Team funktionieren; alle zusammen.»

Hoffnung auf ruhigere Zeiten
Heini Krauer (67) wurde am Sonntagmittag als neuer Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Münchwilen – Eschlikon gewählt. Das absolute Mehr von 57 Stimmen erreichte er indes locker. 75 Personen gaben ihm ihre Stimme, während auf Gegenkandidatin Susanna Koller Brunner deren 38 entfielen. «Ich will mich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken, gleichzeitig ist diese Wahl mit grossen Verpflichtungen verbunden. Ich werde alles dafür tun, dass wir gemeinsam auf den richtigen Weg gehen.» Worte eines neuen Präsidenten, die die Stimmberechtigten gerne hörten. Genauso gerne, wie sie die Schlussrede von Susanna Koller Brunner würdigten.

Im Moment der Niederlage bewies sie grossen Respekt, Menschlichkeit und Sympathie. Es waren tiefgründige und ebenso persönliche Worte, die Koller Brunner an das anwesende 114-köpfige Stimmvolk (Total 2563) richtete. Gleichzeitig wünschte sie der Kirche eine nun endlich ruhigere Zeit, all die Probleme in der Vergangenheit waren eines Christenhauses unwürdig, betonte sie. Worte die sassen aber absolut korrekt wiedergegeben wurden. An Koller Brunner wurden zuvor einige Fragen gestellt, welche sie jedoch souverän beantwortete. Ausschlaggebend für den Wahlausgang könnte gewesen sein, dass Heini Krauer ein Münchwiler ist. So wurde dies von einem Votant betont, dass es nach mehreren Eschliker Präsidenten nun an der Zeit sei, Münchwilen wieder etwas mehr in diesem Gremium zu verankern. Ob Dörfchendenken in so einem Fall angebracht ist, bleibt jedem selber zu entscheiden. Fakt bleibt, dass es auch als Luxusproblem betrachtet werden konnte, überhaupt zu einer Kampfwahl gekommen zu sein.

Stefan Forster konkurrenzlos und sympathisch
Die Vakanz in der Kirchenvorsteherschaft belegt neu der 45-jährige Stefan Forster aus Eschlikon. Nach seiner kurzen Vorstellung vor versammelter Kirchbürgerschaft – da sammelte er mit seinem erst etwas nervösen, dann aber umso sympathischeren Auftreten Pluspunkte – schaffte er die Wahl mit 87 Stimmen locker.

Die „neue“ Behörde wird sich in den kommenden Wochen und Monaten finden müssen, Visionen werden erarbeitet, Ziele gesteckt und miteinander wird sich das Gremium nach vorne bewegen. Während die Versammlung von Vizepräsidentin Marlène Högger geleitet wurde, übernahm zu den Wahltraktanden Pfarrerin und Dekanin Esther Walch Schindler die Leitung.

Damit die Badi auch was davon hat
Die Versammlung am Sonntagmittag nach dem Gottesdienst dauerte über eine Stunde. Esther Walch Schindler sagte zu Beginn, man wolle speditiv durch die Versammlung führen, schliesslich soll bei diesem herrlichen Sommerwetter auch die Badi von vielen Besuchern profitieren können.

Die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von knapp 13'000 Franken, bei einem Ertrag von 1’393'771 Franken, wurde genehmigt. Das Eigenkapital weist neu einen Saldo von 2'358'175 Franken auf. Zudem wurde genehmigt, dass das Arbeitspensum vom Pfarramt Eschlikon um fünf Prozent auf neu 85 Prozent angehoben wird.

...endete mit dem Sieg von Heini Krauer...
...endete mit dem Sieg von Heini Krauer...

...In der Mitte Dekanin Esther Walch Schindler und rechts Kandidatin Susanna Koller Brunner.
...In der Mitte Dekanin Esther Walch Schindler und rechts Kandidatin Susanna Koller Brunner.

Blumen für die Neugewählten.
Blumen für die Neugewählten.

Von links: Stefan Forster (Kirchenbehördemitglied), Heini Krauer (Präsident) und Marlène Högger (Vizepräsidentin).
Von links: Stefan Forster (Kirchenbehördemitglied), Heini Krauer (Präsident) und Marlène Högger (Vizepräsidentin).

Vizepräsidentin Marlène Högger führt durch die Kirchgemeindeversammlung, an welcher 114 Stimmberechtigte teilnahmen.
Vizepräsidentin Marlène Högger führt durch die Kirchgemeindeversammlung, an welcher 114 Stimmberechtigte teilnahmen.