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Zuckenriet: 08.10.2017
Ein gewohnter Anblick auf der Dorfstrasse am ersten Oktobersamstag, der vielfältige Herbstmarkt.
Ein gewohnter Anblick auf der Dorfstrasse am ersten Oktobersamstag, der vielfältige Herbstmarkt.

Es braucht Zeit, um ein schmackhaftes Zuckenrieter-Risotto zuzubereiten.<br>
Es braucht Zeit, um ein schmackhaftes Zuckenrieter-Risotto zuzubereiten.


Der Herbstmarkt – ein echtes Bijou
Am Samstag fand der letzte Herbstmarkt in Zuckenriet statt
Vroni Krucker
Ein vielseitiges Angebot von kunsthandwerklichen Artikeln und bäuerlichen Produkten drückten dem Mercato wiederum einen exklusiven Stempel auf.

Entgegen aller Vorhersagen wartete ein strahlender Herbsttag auf die Kundschaft. Zwar war es empfindlich kalt, aber bald schenkte die Sonne ihre wärmenden Strahlen. Von Beginn an genossen sehr viele Besucherinnen und Besucher auch nach über 30 Jahren das spezielle Ambiente des Zuckenrieter Marktes mit der faszinierenden Mischung von Kunsthandwerk, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und viel Gemütlichkeit – vielleicht auch im Wissen, dass es der letzte war.

Für jeden etwas
Das Angebot war einmal mehr sehr vielseitig und lockte auch nach 33 Jahren zum Kaufen und Flanieren. An über 20 Marktständen präsentierten sich kunsthandwerkliche Gegenstände ebenso wie Erzeugnisse aus der Landwirtschaft. Die Bäuerinnen boten nebst verschiedenen Apfelsorten Confitüre, Brote, Zöpfe, Guetzli, gedörrte Früchte und vieles mehr, das Mann oder Frau gerne in die Tasche füllte. Dem Apfel gehörte in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit. Alpkäse und Eingemachtes boten Blättler's an und bei Näf’s warteten feine Backwaren auf die Geniesser.

Kunsthandwerk
Fast schien es, als hätten sich alle nochmals besonders «herausgeputzt» und das ganz eigene Flair dieses Marktes mit den vielseitigen Angeboten von Männern und Frauen aus den Dörfern und der Region unterstrichen. Geschickte Hände verfertigten geschmackvolle und attraktive Gegenstände aus Keramik, Filz, Holz, Papier, Glas usw. Gewobene, gestrickte, gefilzte Schals, Hand- und Küchentücher, Pantoffeln für Gross und Klein sowie kunstvolle Blumengebinde wechselten den Besitzer. Schnäppchen aus der Boutique von Bea Wildhaber gab’s zum halben Preis. In der Galerie Fueterchrippe zeigte Trudy Graf ihre stimmungsvollen Bilder, entstanden auf Spaziergängen über heimatliche Wiesen, Felder und Hügel.

Höckeln und Gemütlichkeit
Schon bald füllte sich die Festwirtschaft, ein Duft von Bratwürsten, Marroni oder gebrannten Mandeln erfüllte die Luft - Flanieren und Einkaufen macht hungrig! Gute Geister verwöhnten die Gäste mit Speis und Trank. Die Marktbeiz lockte einmal mehr mit dem traditionellen Zuckenrieter-Risotto, gekocht von Zita und Ronald Keller. Seit vielen Jahren umrahmt Brigitte Angst den Markt mit nostalgischen Drehorgelklängen.

Wirklich das letzte Mal
Zwar wurde der Markt als letzter angesagt, Gespräche mit verschiedenen «MarktfahrerInnen» zeigten jedoch, dass immer noch Hoffnung auf eine «Auferstehung» besteht. Man kann sich vorstellen, dem Markt ein vielleicht etwas anderes Gesicht zu geben, neue und hoffentlich junge Leute dafür begeistern zu können, Menschen die mit dem gleichen Elan ans Werk gehen wie die einstigen Initianten, allen voran Markus Lehmann und Bea Wildehaber. Es absolut notwendig, dass dafür auch Offenheit und Phantasie bei Mitwirkenden und Besuchenden besteht – es muss absolut keine Kopie des Ist-Zustandes werden. Es wäre natürlich herrlich, wenn man wieder einmal durch die Dorfstrasse spazieren und all die Augenweiden und Marktgerüchte in sich aufnehmen könnte. Also – die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die Bäuerinnen boten Früchte und Gemüse, sowie verschiedene Spezialitäten aus eigener Produktion an, sie fanden reissenden Absatz<br>
Die Bäuerinnen boten Früchte und Gemüse, sowie verschiedene Spezialitäten aus eigener Produktion an, sie fanden reissenden Absatz


Cäcilia Brägger schnitze aus Äpfeln fröhliche Figuren für den Kindergeburtstag: Marienkäfer, Pinoccio usw.
Cäcilia Brägger schnitze aus Äpfeln fröhliche Figuren für den Kindergeburtstag: Marienkäfer, Pinoccio usw.

Die nostalgischen Klänge aus der Drehorgel von Brigitte Angst gehören seit Jahren zur Marktstimmung.
Die nostalgischen Klänge aus der Drehorgel von Brigitte Angst gehören seit Jahren zur Marktstimmung.

Gemütlichkeit bei Speis und Trank . . . . . . . . . . . . . . . . . . die guten Geister Fatima, Ruth, Manuela, Brigitte und Gabriela<br>
Gemütlichkeit bei Speis und Trank . . . . . . . . . . . . . . . . . . die guten Geister Fatima, Ruth, Manuela, Brigitte und Gabriela


Sie sind beliebt, die gebrannten Mandeln von Viktoria Hauser, nebenan riefen Stefan Wick und Helmut Bächler heisse Marroni aus
Sie sind beliebt, die gebrannten Mandeln von Viktoria Hauser, nebenan riefen Stefan Wick und Helmut Bächler heisse Marroni aus

Seit kurzem verfügt Sharon Holenstein über ein Fotostudio im eigenen Haus
Seit kurzem verfügt Sharon Holenstein über ein Fotostudio im eigenen Haus

Sie waren ganz schnell weg, die wunderschönen Kränzchen von Gertrud Schnider
Sie waren ganz schnell weg, die wunderschönen Kränzchen von Gertrud Schnider

Auch die hübschen Gebinde von Manuela Giger fanden grossen Gefallen
Auch die hübschen Gebinde von Manuela Giger fanden grossen Gefallen

Drechslerarbeiten in einer erstaunlichen Vielfalt....
Drechslerarbeiten in einer erstaunlichen Vielfalt....

....und Manfred Kreis zeigte an Ort und Stelle, wie sie gemacht werden
....und Manfred Kreis zeigte an Ort und Stelle, wie sie gemacht werden

Die Töpferin Margrit Keller im Gespräch mit Maria und Paul Häne.
Die Töpferin Margrit Keller im Gespräch mit Maria und Paul Häne.

Feine Confitüren, Gelees, Liköre, Schnäpse und Käse aus der "Küche" von Anita und Ueli Blättler.
Feine Confitüren, Gelees, Liköre, Schnäpse und Käse aus der "Küche" von Anita und Ueli Blättler.