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Zuzwil: 12.10.2017
Für die Landwirte ist die Teilnahme am Vernetzungsprojekt freiwillig. In Zuzwil beteiligen sich insgesamt 18 Landwirte daran.
Für die Landwirte ist die Teilnahme am Vernetzungsprojekt freiwillig. In Zuzwil beteiligen sich insgesamt 18 Landwirte daran.

Zuzwiler Vernetzungsprojekt wird weitergeführt
Das neue Projekt wurde weiterentwickelt und der Perimeter ausgeweitet und angepasst.
gk
Mit der Weiterführung des Vernetzungsprojektes in der Gemeinde Zuzwil soll die traditionelle, vielfältige Kulturlandschaft mit den wertvollen Lebensräumen erhalten und mit einer zielgerichteten Nutzung und Pflege gefördert werden. Die nächste Projektphase bis ins Jahr 2024 ist angelaufen.

Durch die Zunahme des Siedlungsraums und die Intensivierung der Landwirtschaft ist ein Rückgang der Flora und Fauna festzustellen. Damit dieser gestoppt werden kann, braucht es unter anderem Biodiversitätsförderflächen.

Artenvielfalt erhalten und fördern
Vernetzungsprojekte dienen zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen. Vernetzungselemente sind beispielsweise Einzelbäume und Baumreihen, ein Ackerschonstreifen, ein Hochstammfeldobstgarten, artenreiche Hecken mit einem Krautsaum oder extensive Wiesen und Weiden.

Die Bewirtschafter schaffen zudem mit Asthaufen und Altgrasstreifen wichtige Rückzugsgebiete für ausgewählte Ziel- und Leitarten wie Hermelin, Sumpfgrashüpfer und Kleiner Moorbläuling. Mehrere gefährdete Arten, welche mit der heutigen Landschaftsnutzung nur schwer zurechtkommen, finden dank entsprechenden Massnahmen heute noch geeigneten Lebensraum in Zuzwil.

Nächste Phase in Angriff genommen
Das Vernetzungsprojekt 2011 bis 2016 konnte abgeschlossen werden. Der Schlussbericht wurde genehmigt. Auf der Basis des Bestehenden soll das Projekt weitergeführt werden. Die nächste Phase dauert neu acht Jahre, von 2017 bis 2024. Das neue Projekt wurde weiterentwickelt und der Perimeter ausgeweitet und angepasst.

Beteiligung der Landwirte
Landwirte wurden eingeladen, Vernetzungsflächen zu definieren und entsprechend zu pflegen. Für die Landwirte ist die Teilnahme freiwillig. In Zuzwil beteiligen sich insgesamt 18 Landwirte am Vernetzungsprojekt. Mit allen wurden persönliche Beratungsgespräche durchgeführt. Die Landwirte erhalten für die Aufwertung ihrer Vernetzungsflächen zusätzliche Beiträge des Kantons.

Zielsetzungen
Bund und Kanton haben die Mindestanforderungen für die Weiterführung des Vernetzungsprojektes festgelegt. Im Allgemeinen steht die Erhaltung und Förderung der Population der Leit- und Zielarten im Vordergrund. Es wurden folgende allgemeinen Wirkungsziele definiert:
– Die Mehrheit der ökologisch aussagekräftigen Arten (Ziel- und Leitarten) verliert keines der bereits bekannten Vorkommen mehr.
– Die Gesamtsituation für ökologisch aussagekräftige Arten bleibt so, dass weiterhin auch mit unsystematischen Erhebungen neue Vorkommen im Perimeter gefunden werden.
Mit den formulierten Zielen soll in erster Linie die Qualität der ökologischen Flächen verbessert werden. Die teilnehmenden Betriebe verpflichten sich dabei, sich angemessen mit eigenen Flächen am Vernetzungsprojekt zu beteiligen und mit der Umsetzung der Massnahmen die gesteckten Ziele zu erreichen.

Unterstützung durch Fachbüro
Beim Vernetzungsprojekt handelt es sich um ein komplexes und zeitintensives Projekt. In den nächsten acht Jahren sollen die Ziele auch mit einzelnen Projekten bzw. Aktionen angegangen werden. Dabei wird mit den betroffenen Bewirtschaftern aktiv das Gespräch gesucht. Nach vier Jahren ist ein Zwischenbericht zu erstellen. Die Kommission für Natur und Landschaft wird diesbezüglich von einem externen Fachbüro unterstützt.

WEITERE THEMEN
Aus der EW-Kommission: Smart Power Management (SPM)

Bei zahlreichen Liegenschaften kann der Stromverbrauch neu mittels Fern-ablesung ermittelt werden. Derzeit werden in einer zweiten Phase die Zähler im Bereich der Buchen- und Eschenstrasse ausgewechselt. Bis Ende Dezember 2017 werden voraussichtlich 1‘350 SPM-Zähler in Betrieb sein. In den Jahren 2018/2019 erfolgt dann die Erneuerung der restlichen 900 Zähler.

Energieauswertung erstes Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2017 wurden rund 10,28 Millionen kWh (Vorjahr 9,77 Millionen kWh) Energie für rund 465‘900 Franken (538‘500 Franken) bezogen. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Mehrbezug von 5,3 Prozent und einer Reduktion der Beschaffungskosten von rund 13,5 Prozent.

Umstellung auf LED-Leuchten
In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Strassenzüge leuchtenmässig saniert. In den Gebieten Züberwangen, Weieren, Niederwiesen und Sunnepark wurden im September 2017 weitere Quecksilberdampfleuchten durch LED-Leuchten ersetzt.

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Provisorischer Fussgängerstreifen
Auf der Unterdorfstrasse, zwischen der Unterdorfstrasse 17 und 21, wurde wegen den Bauarbeiten für das neue Glasfasernetz «FTTH» provisorisch ein Fussgängerstreifen aufgeklebt. Damit kann auch während den Grabarbeiten für die neuen Leitungen die Sicherheit für die Fussgängerinnen und Fussgänger gewährleistet werden. Der Streifen wird voraussichtlich bis Ende Oktober 2017 bestehen bleiben.

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Aus dem WPH Lindenbaum: Personelles
Mit grossem Bedauern hat der Gemeinderat die Kündigung von Lisa-Maria Reiser, Fachfrau Gesundheit, zur Kenntnis genommen. Sie verlässt das WPH Lindenbaum per Ende Dezember 2017 und stellt sich einer neuen Herausforderung. Der Gemeinderat und das Personal des WPH danken ihr für ihren Einsatz und wünschen für die Zukunft alles Gute.

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Lichterumzug
Am Donnerstag, 2. November 2017, (Verschiebedatum Donnerstag, 9. November 2017) führt die Schule Zuzwil den traditionellen und lichterfüllten Umzug durch. Es nehmen alle Kindergartenkinder sowie die 1. Klässlerinnen und 1. Klässler teil. Besammlung ist um 17.40 Uhr in Zuzwil auf dem Pausenplatz des Schulhauses Wiesengrund und in Züberwangen vor dem Schulhaus. Der Umzug startet an beiden Standorten 17.50 Uhr und führt während rund 25 Minuten durch die Dörfer.

Damit ein in sich geschlossener, lichtvoller und kompakter Umzug stattfinden kann, werden die Eltern gebeten, sich hinter den Kindern und Lehrpersonen anzuschliessen. Nach dem Umzug durch das Dorf singen alle Kinder mit den Lehrpersonen passende Lieder zum Anlass. Danach gibt es für Eltern und Kinder eine köstliche Suppe mit Brot. Die Schule freut sich über viele strahlende Kindergesichter und zahlreiche Zaungäste.

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Dreifachturnhalle: Einladung zur Infoveranstaltung
Am Donnerstag, 26. Oktober 2017, 19 Uhr, stellen der Gemeinderat und der Architekt in der Turnhalle 1 das Projekt sowie die Abstimmungsvorlage vor. Sie stehen an diesem Abend auch bei Fragen zur Verfügung. Das «Gutachten über die Gewährung eines Baukredites für den Rückbau der bestehenden Turnhalle 2 und 3 sowie den Neubau einer Dreifachturnhalle in Zuzwil» ist auf der Homepage unter www.zuzwil.ch
(Downloads) aufgeschaltet.

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Umfrage zur Innenentwicklung
Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind eingeladen, die Umfrage zur Innenentwicklung auszufüllen. Die Fragen können unter http://zuzwil.findmind.ch online beantwortet werden. Der Fragebogen steht auch unter www.zuzwil.ch («Downloads») zur Verfügung und kann ausgedruckt werden.

Vernetzungselemente sind beispielsweise Einzelbäume und Baumreihen.
Vernetzungselemente sind beispielsweise Einzelbäume und Baumreihen.

Mit Asthaufen und Altgrasstreifen werden wichtige Rückzugsgebiete für ausgewählte Ziel- und Leitarten wie Hermelin, Sumpfgrashüpfer und Kleiner Moorbläuling geschaffen.
Mit Asthaufen und Altgrasstreifen werden wichtige Rückzugsgebiete für ausgewählte Ziel- und Leitarten wie Hermelin, Sumpfgrashüpfer und Kleiner Moorbläuling geschaffen.